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Drohne / Fernerkundung

Ausbildungserfolg im Rhein-Hunsrück-Kreis: 11 neue BOS-Drohnensteuerer verstärken die Drohneneinheit des DLRG-Wasserrettungszuges

Veröffentlicht: 31.08.2026
Autor: Thomas Heidinger

Boppard / Rhein-Hunsrück-Kreis. Der DLRG Wasserrettungszug des Rhein-Hunsrück-Kreises hat seine Einsatzkraft deutlich ausgebaut. Insgesamt 11 ehrenamtliche Einsatzkräfte der DLRG aus den Teileinheiten Bad Salzig, Boppard und Rheinböllen haben erfolgreich die anspruchsvolle Prüfung zum BOS-Drohnensteuerer nach den aktuellen Standards der „Gemeinsamen Regelungen zum Einsatz von Drohnen im Bevölkerungsschutz“ (EGRED 2) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe abgelegt. Damit stehen der Drohneneinheit des Landkreises nun insgesamt 20 qualifizierte Drohnensteuerer für Drohnen-Einsätze zur Verfügung.


„Einheitliche Mindeststandards sind der Schlüssel für eine reibungslose Zusammenarbeit im Katastrophenschutz. Nur wenn alle Beteiligten die gleiche ‚taktische Sprache‘ sprechen, funktioniert das Zusammenspiel mit Feuerwehr, THW oder Polizei im Einsatz fehlerfrei“, so Thomas Heidinger, Ausbildungsleiter und Zugführer des Wasserrettungszuges Rhein-Hunsrück. Die Ausbildung der 11 neuen Drohnensteuerer folgte daher strikt dem Muster-Ausbildungskonzept der EGRED 2 und gliederte sich in zwei intensive Blöcke:

Teil A (Basis-Ausbildung): Erwerb des EU-Kompetenznachweises A1/A3. Hier wurden die rechtlichen Grundlagen des Luftverkehrsrechts, allgemeine Drohnenkunde und das Verständnis für das menschliche Leistungsvermögen vermittelt.

Teil B (BOS-spezifische Ausbildung): Fokus auf Einsatztaktik, Risikobewertung unter Einsatzdruck und die lebenswichtige Koordinierung mit der bemannten Luftfahrt.


Gerade bei einem hohen Waldbrandgefahrenindex wie im Moment, ist das Einsatzmittel Drohne von unschätzbarem Wert. Mithilfe hochauflösender Wärmebildkameras können die Drohnen zur Detektion versteckter Wärmequellen und Glutnester eingesetzt werden. Dies ermöglicht eine präzise Lagefeststellung bei Vegetations- und Waldbränden und schützt gezielt Einsatzkräfte und Umwelt. Neben der Brandbekämpfung bieten die Drohnen auch erhebliche Vorteile bei der Personensuche und der schnellen Erkundung unzugänglicher Einsatzstellen.


Mit dem erfolgreichen Abschluss der theoretischen und praktischen Leistungskontrollen nahmen die frisch gebackenen Drohnensteuerer stolz ihre Prüfungsnachweise entgegen. Thomas Heidinger gratulierte den Absolventen herzlich zur bestandenen Prüfung und dankte ihnen für ihren ehrenamtlichen Einsatz für die Sicherheit im Landkreis. Mit der fundierten Ausbildung und nun fast verdoppelter Personalstärke ist der Wasserrettungszug bestens gerüstet, um die moderne Technik effektiv für die Gefahrenabwehr im Landkreis einzusetzen.

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