Wasserrettungszug Rhein-Hunsrück

Der Wasserrettungszug Rhein-Hunsrück (kurz WRZ RH) ist auf Grundlage des Landesgesetzes über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz (LBKG, § 5 Abs. 1 Nr. 4) in die Gefahrenabwehr des Landkreises Rhein-Hunsrück eingebunden. Der WRZ RH ist eine taktische Einheit im Katastrophenschutz und setzt sich aus mehreren Ortsgruppen (Bad Salzig, Boppard, Rheinböllen und Simmern) im Rhein-Hunsrück-Kreis zusammen, die sich gegenüber dem Landkreis Rhein-Hunsrück zur Mitwirkung im Katastrophenschutz verpflichtet haben.

Alarmierung

Alarmierung über:

Leitstelle Kreuznach

Tel.: 0671 / 19222, Fax.: 0671 / 29 80-110

Funk: 470 U/G Leitstelle Kreuznach

 

Codierungen FME (Kanal 470):

  • Schleife 82015: Wasserrettungszug  (Zugalarm)
  • Schleife 82195: Führungsdienst (ZFü u. Fachberater)             
  • Schleife 82196: Führungsunterstützung (TE Rheinböllen)          
  • Schleife 82198: Einsatztaucher/Strömungsretter (TE Simmern) 
  • Schleife 82199: Bootseinheiten/Strömungsretter (TE Bad Salzig                          und Boppard)  

Aufgaben

Die Wasserrettungseinheiten sind für den Einsatz bei Naturkatastrophen (z. B. Hochwasser oder Überschwemmungen), sowie Unglücksfällen (z. B. Schiffshavarien / -kollisionen und sonstigen Boots- oder Badeunfällen) und den dadurch hervorgerufenen Notständen zur Rettung gefährdeter Menschen und zur Bergung und Sicherung von Sachgütern bestimmt.

Im Einzelnen:

Der WRZ RH

  • rettet Menschen und Tiere  aus Wasser- (einschl. Eis-) gefahren
  • führt die sanitätsdienstliche Versorgung auf und am Wasser durch
  • birgt Sachgüter aus Wasser- und Eisgefahren
  • führt Tauchaufgaben durch
  • unterstützt andere Fachdienste z.B. durch Transport und / oder Sicherung von Einsatzkräften und Material

Einsatzkräfte

Die DLRG ist eine gemeinnützige, unmittelbar selbständige Organisation und arbeitet grundsätzlich ehrenamtlich mit freiwilligen Helfern.

Alle Führungskräfte des WRZ RH werden auf Ebene des Landesverbandes (Trupp- und Gruppenführer) bzw. auf Ebene des Präsidiums der DLRG (Zugführer und Fachberater) ausgebildet.

Die Ausbildung erfolgt auf Basis der DV 100. Alle Führungskräfte und Helfer verfügen über eine DLRG- spezifische Grundausbildung (Fachausbildung Wasserrettungsdienst) sowie eine KatS-Helfer Ausbildung. Das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber, Ausbildung zum San A sowie eine Funkausbildung (DLRG und BOS Funk) ist obligatorisch für alle am Einsatz beteiligten Kräfte.

Einsatzgebiet

  • der gesamte Landkreis Rhein – Hunsrück
  • für den Landkreis Rhein-Lahn werden Bootseinheiten auf Grundlage der abgestimmten Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) bei Wassergefahren eingesetzt
  • auf Anforderung zur Unterstützung in Nachbarlandkreise (z.B. bei Hochwasserlagen, Unterstützung bei Großveranstaltungen etc.)

Einsatzschwerpunkt

Der Rhein. Er gehört zu den größten Wasserstraßen Europas. Auf der für die Binnenschifffahrt sehr anspruchsvollen Mittelrheinstrecke, werden tagtäglich sehr viele Personen und Güter transportiert. Unregelmäßig kommt es zu Überschwemmungen und Hochwasser.

Flugplatz Hahn. Hier unterstützt der Wasserrettungszug auf Anforderung im Bereich Sanitätsdienst oder Betreuung. Die Einsatzkräfte des WRZ RH sind als Sanitätshelfer ausgebildet (San A). Alle Einsatzfahrzeuge sind mit Sanitätsausstattung ausgerüstet.

Einsatzformation

Der WRZ RH besteht aus einem Führungstrupp, einem Führungsunterstützungstrupp, einer Wasserrettungsgruppe mit Motorrettungsbooten (WRG 1) und einer Wasserrettungsgruppe mit Einsatztauchern / Strömungsrettern (WRG 2). Jede Teileinheit (Trupp) ist eigenständig einsetzbar. Grundsätzlich ist es auch möglich, dass Teileinheiten des WRZ RH für Aufgaben im Rahmen der alltäglichen Gefahrenabwehr im Sinne des Doppelnutzens, unterhalb der Katastrophenschwelle, eingesetzt werden.

Eine Übersicht mit Gliederung und Funkrufnamen des Wassserrettungszuges gibt es >hier<.